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[Rezension] Forbidden Touch, Sieben Sekunden – Kerstin Ruhkieck

Titel: Forbidden Touch, Sieben Sekunden
Autorin: Kerstin Ruhkieck
Seitenanzahl: 406
Serie: 1/3
Genre: Dystopie
Verlag: impress, Carlsen (erhältlich hier)

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Inhalt: Es braucht für einen Menschen nur eine Berührung von sieben Sekunden, um sich zu verlieben. Aber Liebe ist eine der vielen Gefahren, die unkontrollierte Nähe mit sich bringen könnte. Um die Menschen davor zu schützen, wird in der neuen Welt von AurA Eupa jegliche Berührung strengstens überwacht. Die Bevölkerung ist eingeteilt in die drei Ligen der Schönheit, der Kontakt zwischen ihnen verboten. Doch als die junge Novalee aus der durchschnittlichen Liga 2 in die Siedlung der Unverheirateten zieht und auf Graey trifft, ist sie sich der staatlichen Ordnung nicht mehr sicher. Graey ist nicht durchschnittlich, sondern höchst attraktiv. Und sieben Sekunden können unendlich kurz sein…

Meine Meinung: Die Idee hinter der Geschichte hat mir sehr gut gefallen: eine Gesellschaft, die in drei Ligen nach ihrem Äußeren eingeteilt ist und in der Berührungen zwischen den Ligen verboten sind.
Die Dystopie wird aus der Sicht von zwei verschiedenen Charakteren („Novalee“ und ihr Cousin „Crish“) erzählt, die beide in Liga 2, also der „Mittelklasse“ leben. Novalee präsentiert sich dem Leser zunächst als naives, gutgläubiges Mädchen, das an da System und seine erschreckend strikten Regeln glaubt. Doch als sie in das Dorf der Unverheirateten ziehen muss, weil sie mit 18 immer noch nicht verheiratet ist (Regel des Systems) erkennt sie langsam die Risse in dem System. Sie begegnet Leilani, einer aufgeweckten Mädchen, das regelmäßig gegen die Regeln des Systems verstößt und damit auch in Novalee Zweifel weckt. Außerdem wohnt in dem Dorf Graey, ein sympathischer, junger Mann, der eigentlich viel zu schön für Liga 2 ist. Tatsächlich muss Novalee erkennen, dass er etwas zu verbergen hat und sie sich um jeden Preis von ihm fernhalten sollte… Ich fand die Charaktere gut gezeichnet, sie kamen klar und deutlich hervor und vor allem das Innenleben von Nova und ihre Entwicklung war spannen zu verfolgen.
Der zweite Erzählstrang handelt von Novalees Cousin Crish, der an ein Institut kommt, um eine Ausbildung als ein Paketausträger abzusolvieren. Wegen seines „andersartigen“ Aussehens (helle, blaue Augen und dunkle Haare) wird er von einer Gruppe Jungs schnell gemobbt und asl „Freak“ beschimpft. Die Szenen waren zum teil wirklich heftig und ich habe beim Lesen sehr mit Crish gelitten. Seine Geschichte hat mich berührt und der Autorin ist es wahnsinnig gut gelungen, den inneren Konflikt des Jungen darzustellen. Crish hat zum Glück Unterstützung von Asher, der ein weiterer toller, authentischer Charakter ist.

So nach und nach erfährt der Leser die Zusammenhänge zwischen den beiden Handlungssträngen. Dennoch bleiben viele Fragen offen und die Geheimnisse und Rätsel zwischen den Zeilen haben das Buch nur umso spannender gemacht.
Die emotionale Sprache hat mich von der ersten Seite an gepackt. Das Buch ist ein absoluter Volltreffer gewesen! Spannend, emotional, schockierend und mit vielen versteckten Botschaften zwischen den Zeilen, die auch erschreckende Zustände unserer Gesellschaft wiederspiegeln. Eine große Leseempfehlung von mir!

Sterne: 5/5

 

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